Chemnitz-Blog: Das Weblog von Chemnitzern für Chemnitzer

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Sa
14
Okt '06

Zahlreiche Chemnitzer Gründerzeithäuser vorm Abriss

In Chemnitz wurden wie in weiteren anderen Städten Ostdeutschlands in Vergangenheit bereits zahlreiche historisch wertvolle Wohngebäude mit Hilfe der Fördergelder des Stadtumbaus Ost abgerissen. Weitere Häuser stehen kurz vor dem Abriss, so die Häuser an der Leipziger Straße 72 und 74, weitere dort befindliche Gebäude sollen abgerissen werden, ohne dass eine klare Nachnutzung erkennbar ist. Ein grüner Stadteingang könnte die Bewohner der dahinterliegenden Gebäude nun mit dem geöffneten Hinterhof mit Verlärmung infolge des hohen Autoverkehrs an der Leipziger Straße belasten. Auch könnten sieben Meter hohe Lärmschutzwände einen attraktiven Stadteingang verhindern. Die immer wieder hervorgebrachte Stadtbahntrasse nach Limbach-Oberfrohna, die auf jenen Grundstücken verkehren solle, scheint jedoch aus finanziellen Gründen äußerst fraglich. Somit werden Stadtgebiete, die spätestens seit 2000 eine starke Wohnungsnachfrage erleben, bewusst unattraktiv gestaltet, wogegen Plattenbaugebiete aus Sicht zahlreicher Wohnungsbauexperten zu Unrecht mit aller Macht aufgewertet werden ohne entsprechende Bevölkerungsentwicklungen hervorzubringen. Damit verliert Chemnitz zunehmend an Stadtgeschichte. Die staatliche Förderung des Stadtumbaus scheint aus Sicht des Bundestagsmitglieds Hettlich (Bündnis 90/Grüne) teilweise eine Fehlinvestition zu sein, da damit nicht der Rückbau der Plattenbaugebiete finanziert wird, sondern der Abriss zahlreicher historischer Gebäude zentrumsnaher Stadtteile, da dadurch die finanziell arg belasteten Bilanzen der städtischen Wohnungsgenossenschften entlastet würden. Einige Bürgerinitiativen haben sich aus diesem Grund in Leipzig und Chemnitz und weiteren Städten formiert, um auf die aus ihrer Sicht falsche Verwendung der Fördermittel aufmerksam zu machen und diese in Zukunft zu unterbinden.

Weitere Informationen: http://www.stadtforum-chemnitz.de

Mi
4
Okt '06

Gericht prüft OB-Wahl

Vor dem Verwaltungsgericht Chemnitz wird heute über die Anfechtung der Oberbürgermeisterwahl vom Juni entschieden. Ein fraktionsloser Chemnitzer Stadtrat hatte gegen die Stadt geklagt, weil er für die Wahl nicht zugelassen worden war. Das Regierungspräsidium hatte zwar die Wahl für rechtens erklärt, doch solange über die Anfechtung noch nicht endgültig befunden wurde, führt die gewählte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig die Amtsgeschäfte als sogenannte Amtsverweserin.

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